News von Curado.de
 16. Februar 2017
Wenn mithilfe konservativer Therapieoptionen keine Gewichtsabnahme erreicht wird, kann unter Umständen die metabolische Chirurgie infrage kommen.
 28. Oktober 2016
Frauen mit Adipositas, die eine Operation zur Gewichtsabnahme in Anspruch genommen haben, sollten zwei bis drei Jahre mit ihrem Kinderwunsch warten.
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Adipositas geht mit einer starken Gewichtszunahme und einer Zunahme des Körperfetts einher. Adipositas wird in verschiedene Schweregrade unterteilt.
Adipositas

Was ist Adipositas?

Laut Erhebungen des Robert Koch-Instituts sind etwa 23 Prozent der Erwachsenen in Deutschland von Adipositas betroffen. Weitet man die Untersuchungen auf Übergewicht aus, sind rund 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen betroffen. Von Adipositas spricht man bei starkem Übergewicht in Verbindung mit einer über das normale Maß hinausgehenden Vermehrung von Fettgewebe.

Mit Adipositas können ernsthafte Gesundheitsfolgen einhergehen. Diabetes Typ 2, Gelenkverschleiß, eine Fettleber und psychische Belastungen können durch eine Adipositas begünstigt werden. Das Risiko für Folgeerkrankungen durch die Adipositas hängt aber auch von der Fettverteilung ab. Befindet sich das Fett eher am Bauch, besteht ein deutlich erhöhtes Risiko Herz-Kreislauf-Erkankungen. Man spricht dann vom Apfeltyp. Ist das Fettgewebe vermehrt an den Hüften zu finden, liegt der Birnentyp vor und es besteht meist ein geringeres Risiko für Folgeerkrankungen. Um bei Adipositas das Fettverteilungsmuster zu bestimmten, werden Taillen- und Hüftumfang bestimmt. Adipositas hat viele unterschiedliche Ursachen, die sich gegenseitig beeinflussen, wie das Essverhalten, Bewegungsmangel, genetische Veranlagung oder psychische Probleme.

Body-Mass-Index definiert die Schweregrade von Adipositas

Adipositas wird über den BMI, den Body-Mass-Index, ermittelt. Dazu wird das Gewicht durch die Körpergröße zum Quadrat geteilt: Liegt das Ergebnis über 25 kg/m², liegt Übergewicht vor. Von Adipositas spricht man ab einem BMI größer als 30 kg/m². Durch die BMI-Werte wird auch bestimmt, wie schwer der Patient von Adipositas betroffen ist. Zwischen 30 und 34,9 kg/m² spricht man von Adipositas Grad 1. Adipositas Grad 2 wird mit einem BMI zwischen 35 und 39,9 kg/m² definiert. Über 40 kg/m² liegt Grad 3, eine extreme Ausprägung der Adipositas vor, die auch als Adipositas permagna bezeichnet wird.

Auswirkungen von Adipositas auf den Körper

Das extreme Gewicht bei Adipositas sorgt für eine starke Belastung der Gelenke. Insbesondere Knie- und Hüftgelenke sind so schnell überlastet. Nicht nur Sport, auch alltägliche Bewegung wird mit zunehmendem Gewicht immer schwieriger: Atemnot und häufig auch starkes Schwitzen können den Alltag von Menschen mit Adipositas erschweren. Auch das Risiko an Fettstoffwechselstörungen oder Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2 zu erkranken erhöht sich durch eine Adipositaserkrankung. Durch die Adipositas erstandene körperliche und psychische Probleme können unter Umständen auch die Adipositastherapie erschweren.

Auswirkungen von Adipositas bei Kindern

AdipositasNicht nur in Deutschland ist Adipositas auf dem Vormarsch, weltweit leben laut Weltgesundheitsorganisation rund 300 Mio. Menschen mit Adipositas. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen gibt es einen starken Anstieg. Etwa 15 % der Kinder in Deutschland sind übergewichtig, rund ein Viertel davon sogar adipös. Neben der genetischen Veranlagung sind ein Mangel an Bewegung und eine falsche Ernährungsweise die Gründe für diese Zahlen. Eltern sollten daher darauf achten, dass sie ihren Kindern bereits frühzeitig Freude an gesunder Ernährung und Sport vermitteln.

Sind Kinder einmal übergewichtig, ist das Risiko erhöht, dass sie als Erwachsene übergewichtig bleiben oder eine Adipositas entwickeln. Dadurch steigt ebenfalls ihr Risiko, an Folgeerkrankungen zu erkranken. Auch darüber hinaus gibt es Probleme: soziale Ausgrenzung, Mobbing und Diskriminierung treten schon im Kindes- und Jugendalter auf. Die Folgen können später grundlegend für psychische Störungen sein, das Selbstwertgefühl leidet und die Kinder bauen von Anfang an Minderwertigkeitskomplexe auf, die sie nachhaltig beeinflussen.

Miriam Schaum

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