Impressum | Haftungsausschluss | Kontakt

Ratgeber Adipositas

Informationen für Betroffene und Angehörige

Was ist Adipositas?

Von Adipositas (auch Fettsucht oder Fettleibigkeit genannt) spricht man, wenn ein Mensch aufgrund einer abnormen Bildung bzw. Vermehrung von Körperfett extrem übergewichtig ist. Adipositas gilt als eine chronische Erkrankung, die durch eine hohe Folgemorbidität gekennzeichnet ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet drei Ausprägungen bzw. Schweregrade der Krankheit, die anhand des sog. Body-Mass-Index (BMI) bestimmt werden: Als fettleibig werden Personen bezeichnet, deren BMI bei ≥ 30 kg/m2 liegt (Schweregrad I). Der Schweregrad II liegt bei 35–39,9 kg/m2, der Schweregrad III bei ≥ 40kg/m2.

Krankheitshäufigkeit

Die Adipositas -Prävalenz ist in der Bundesrepublik Deutschland seit Ende der 1990er-Jahre gestiegen. Im Jahr 1999 wiesen nur etwa 30–50 % der Deutschen den rechnerisch optimalen BMI von 24,9 auf, wobei der optimale BMI altersabhängig ist. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft geht aufgrund dieser Zahlen von einer epidemischen Verbreitung krankhafter Fettleibigkeit aus. Untersuchungen des Robert Koch-Instituts ergaben, dass in den Altersklassen zwischen 18 und 79 Jahren der Anteil adipöser Männer denjenigen der Frauen übersteigt. Bei Schulkindern lässt sich Adipositas mit einem Anteil von 10–20 % feststellen.

Welche Erkrankungen Adipositas begünstigen können

Das Verteilungsmuster des Fetts bei adipösen Menschen ist für die Entwicklung von Folgeerkrankungen entscheidend. Sind die Fettdepots des Betroffenen so verteilt, dass er eine sog. Apfelform aufweist (androider Typ; im Unterschied zur sog. Birnenform/gynoiden Typ), ist davon auszugehen, dass sein Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht ist, weil Fettsäuren aus diesen Depots vermehrt freigegeben werden. Besonders negativ auf Fett- und Kohlenhydratwechsel wirkt sich sog. intraabdominales Fett (inneres Bauchfett ) aus, das auch unterschiedliche Organfunktionen negativ beeinflusst und dem eine wesentliche Rolle im Kontext des Metabolischen Syndroms zukommt.

Auch Arteriosklerose, Typ 2-Diabetes, Arthrose und Arthritis, Schlaganfall, Gicht, Hyperurikämie, das sog. obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (Atemstillstände während des Schlafs), orthopädische Probleme u. v. m. können Adipositas-Folgeerkrankungen sein. Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) gilt als häufigstes Leiden infolge einer bestehenden Adipositas-Erkrankung. Doch auch auf die Psyche kann krankhafte Fettleibigkeit einen Einfluss haben: Menschen, die an Übergewicht leiden, fühlen sich häufig gesellschaftlich benachteiligt und ausgegrenzt.

Anderen helfen mit einem Fernstudium zum Ernährungsberater

msf

Adipositas News von Curado.de

  • Der Adipositas Verband Deutschland e. V. 10.01.2012
    Um sich bestimmten Themen und Arbeitsgebieten präziser widmen zu können, sind im Adipositas Verband Deutschland e.V. mehrere Arbeitskreise aktiv. Diese bestehen in der Regel aus Mitgliedern des Vorstandes sowie Vereinsmitgliedern, die sich in unregelmäßigen Abständen treffen.