16. Februar 2017
Wenn mithilfe konservativer Therapieoptionen keine Gewichtsabnahme erreicht wird, kann unter Umständen die metabolische Chirurgie infrage kommen.
 28. Oktober 2016
Frauen mit Adipositas, die eine Operation zur Gewichtsabnahme in Anspruch genommen haben, sollten zwei bis drei Jahre mit ihrem Kinderwunsch warten.
 28. September 2016
Für Kinder mit Adipositas ist es wichtig, auch im Anschluss an die Reha weiter betreut zu werden. Dabei ist sowohl eine Unterstützung auf fachlicher Ebene als auch durch die Eltern relevant.
 22. September 2016
Bei Adipositas werden vermehrt sog. Zytokine, Signalstoffe des Immunsystems ins Blut abgegeben. Dadurch kann es schneller zu entzündlichen Erkrankungen kommen. Auch auf die Psyche hat die gesteigerte Zytokinproduktion Einfluss.
Stethoskop
Multimodales Konzept bei Adipositas
Das multimodale Konzept verfolgt mehrere Therapieansätze bestehend aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie.
Adipositas

Multimodales Konzept bei Adipositas

Die Behandlung von Adipositas zielt auf Gewichtsreduktion und Umstellung der Lebensgewohnheiten ab. Bevor eine Operation in Erwägung gezogen wird, werden die konventionellen Therapieansätze bevorzugt. Das umfasst eine Ernährungsberatung, Verhaltenstherapie und Bewegungstherapie, die gemeinsam das multimodale Konzept bilden. Das Konzept verfolgt somit nicht nur einen Ansatzpunkt, sondern kombiniert mehrere Ursachen für die Adipositas. Die meisten Krankenkassen setzen vor der Übernahme der Kosten für eine Operation bei Adipositas die vorherige Durchführung des multimodalen Konzepts voraus.

Ernährungstherapie

Für jede dauerhafte Gewichtsreduktion ist eine langfristige Ernährungsumstellung grundlegend. Unter Anleitung eines Ernährungsmediziners oder Diätassistenten wird die bisherige Ernährungsweise analysiert und die Grundlage für eine gesunde und ausgewogene Ernährung geschaffen. Bei der Ernährungsumstellung kann ein Ernährungstagebuch hilfreich sein. Sowohl der Patient und als auch die betreuenden Fachleute können daran positive und negative Ereignisse ablesen. Außerdem können eingeschliffene Routinen erkannt und entsprechend angegangen und geändert werden.

Verhaltenstherapie als Teil des multimodalen Konzepts

Eine Änderung der bestehenden Essgewohnheiten setzt ein Bewusst werden dieser Routinen voraus. Durch Gespräche, entweder in der Einzeltherapie oder auch in der Gruppe, können Verhaltensweisen wie z. B. Essen aus Langeweile oder Frust erkannt und diskutiert werden. Die meisten Verhaltensweisen rund ums Essen sind tief verwurzelt, da sie oftmals schon seit unserer Jugend etabliert sind. Gruppengespräche mit anderen Betroffenen oder einem Psychologen helfen dabei, diese zu erkennen. Gemeinsam wird dann nach Wegen gesucht, die bisherigen Verhaltensmuster zu ändern. In der darauf folgenden Umstellung der Lebensgewohnheiten kann der Austausch in der Gruppe außerdem unterstützen und motivieren.

Multimodales Konzept bei Adipositas: Bewegungstherapie

Auch bei der Bewegungstherapie kann ein Tagebuch geführt werden, welches den Zusammenhang zwischen Ernährung und Bewegung gut vor Augen führen und vor Selbstbetrug schützen kann. Das individuelle Bewegungspensum sollte in Rücksprache mit dem Arzt langsam gesteigert werden, sodass nach und nach mehr Kalorien verbraucht und Muskeln aufgebaut werden. Dadurch steigert sich der Grundumsatz des Körpers, sodass auch im Ruhezustand mehr Kalorien verbraucht werden.

Damit das Training dauerhaft effektiv ist, sollte es individuell auf den Patienten zugeschnitten werden und dessen Möglichkeiten berücksichtigen. Besonders gut eignen sich beispielsweise Schwimmen und Nordic Walking. Langfristig ist es sinnvoll, sich Rituale zu schaffen, damit der Sport zu einem festen Bestandteil wird. Um nicht die Motivation zu verlieren, kann unter Umständen die Begleitung durch einen Trainer oder eine Gruppe helfen.

Begleitende Psychotherapie bei Adipositas

Adipositas selbst ist laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine psychische Essstörung wie beispielsweise Bulimie oder Magersucht. Sie kann aber mit einer psychischen Erkrankung einhergehen und von dieser beeinflusst werden. Insbesondere Depressionen tauchen häufig gemeinsam mit Adipositas auf. Bei der Behandlung von Adipositas sollte die psychische Verfassung des Patienten deshalb berücksichtigt und eine psychotherapeutische Begleitung abgeklärt werden.

Chirurgische Eingriffe

Sind durch konventionelle Therapien keine Besserungen zu erreichen ist unter Umständen ein chirurgischer Eingriff möglich. Es kann beispielsweise ein Magenballon oder ein Magenband eingesetzt werden. Für die Bewilligung eines solchen Eingriffs und die Übernahme der Kosten muss in der Regel vorher nachgewiesen werden, dass der Patient mithilfe des multimodalen Konzepts keine Gewichtsreduktion erreichen konnte. Dafür muss er über einen Zeitraum von sechs bis 12 Monaten seine Teilnahme am multimodalen Konzept dokumentieren.

Miriam Schaum

 16. Februar 2017
Wenn mithilfe konservativer Therapieoptionen keine Gewichtsabnahme erreicht wird, kann unter Umständen die metabolische Chirurgie infrage kommen.
 28. Oktober 2016
Frauen mit Adipositas, die eine Operation zur Gewichtsabnahme in Anspruch genommen haben, sollten zwei bis drei Jahre mit ihrem Kinderwunsch warten.
 28. September 2016
Für Kinder mit Adipositas ist es wichtig, auch im Anschluss an die Reha weiter betreut zu werden. Dabei ist sowohl eine Unterstützung auf fachlicher Ebene als auch durch die Eltern relevant.
 22. September 2016
Bei Adipositas werden vermehrt sog. Zytokine, Signalstoffe des Immunsystems ins Blut abgegeben. Dadurch kann es schneller zu entzündlichen Erkrankungen kommen. Auch auf die Psyche hat die gesteigerte Zytokinproduktion Einfluss.