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Stethoskop
Entstehung von Adipositas
Neben genetischen Ursachen spielt auch der Lebensstil eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Adipositas.
Adipositas

Entstehung von Adipositas

Eine Störung des Stoffwechsels, psychische Faktoren aber auch die genetische Veranlagung können eine Rolle bei der Entstehung von Adipositas spielen. Falsches Essverhalten und Bewegungsmangel sorgen für eine unausgewogene Energiebilanz. Häufig ist es eine Kombination mehrerer Ursachen, die sich gegenseitig beeinflussen und schließlich dazu führen, dass die Betroffenen adipös werden. Bei unter fünf Prozent der Betroffenen wird Adipositas dagegen von organischen Ursachen, wie z. B. einer Schilddrüsenunterfunktion, verursacht.

Ernährung und Bewegung

Die Zusammensetzung des Essens sowie die Menge der Nahrungsaufnahme spielen bei der Entstehung von Adipositas eine grundlegende Rolle. Dauerhafter übermäßiger Konsum und zu fettiges Essen machen es nahezu unmöglich, eine ausgewogene oder sogar negative Energiebilanz zu erreichen. Wird mehr Energie zugeführt als der Körper verbraucht, spricht man von einer positiven Energiebilanz, die über eine längere Zeit zu Adipositas führen kann. Werden also mehr Kalorien zugeführt als abgebaut werden, nimmt der menschliche Körper Gewicht zu. Relevant für die Energiebilanz ist zum einen der Grundumsatz, also die Energiemenge, die der Körper im Ruhezustand verbraucht und die er zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen benötigt. Zum anderen spielt der Leistungsumsatz eine Rolle. Das ist die zusätzliche Energie, die unser Körper über den Grundumsatz hinaus verbraucht, z. B. durch Sport oder geistige Aktivität.

Ist Übergewicht erst einmal vorhanden, wird es immer schwieriger sich zu bewegen, da Übergewicht Bewegung anstrengender macht. Meist nimmt die Bewegung dadurch ab und die Betroffenen nehmen weiter an Gewicht zu, denn durch die zusätzliche Ruhe benötigt der Körper nicht so viel Energie. Der Grundumsatz des Körpers, der die Körpertemperatur und die Stoffwechselprozesse verantwortlich ist, sinkt. Es ist also mit zunehmendem Gewicht immer schwieriger die Kalorienbilanz ausgewogen zu halten oder sogar Gewicht durch eine negative Energiebilanz zu verlieren.

Die Rolle des Lebensstils bei der Entstehung

Um Übergewicht zu vermeiden oder wieder zu verlieren sind die alltäglichen Ernährungs- und Bewegungsroutinen essenziell. Diese Gewohnheiten werden schon im Kindesalter geprägt, sodass z. B. das Elternhaus aber auch das Nahrungsangebot in der Schule eine große Rolle spielen. Sind immer unkontrolliert Süßigkeiten oder andere Snacks erreichbar, stört dies das natürliche Hungergefühl. Besonders wichtig, um Kindern ein gutes Verhältnis zum Essen zu vermitteln, sind gemeinsame Mahlzeiten, die auch gemeinsam zubereitet werden.

Auch Bewegungsroutinen werden bereits im Kindesalter geprägt. Soziale Netzwerke und Videospiele sind meist nicht förderlich für die körperliche Bewegung. Hier ist es wichtig, Gegenangebote zu machen und als Eltern die Freude am Sport zu vermitteln, um für eine ausgewogene Bewegungsbilanz zu sorgen.

Doch auch bei Erwachsenen gibt es Schwierigkeiten die Energiebilanz ausgewogen zu halten. Am Arbeitsplatz sorgt z. B. die Arbeit am PC dafür, dass der Großteil des Tages sitzend verbracht wird. Wird zusätzlich der Weg zur Arbeit mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, können meist nicht genug Kalorien verbraucht werden. Daher ist es vor allem bei nicht körperlichen Berufen wichtig, Sport und Bewegung auch in die Freizeit zu integrieren, um der Entstehung von Adipositas vorzubeugen.

Entstehung von Adipositas durch andere Ursachen

Genetische Ursachen haben sehr wahrscheinlich eine hohe Bedeutung bei der Entstehung von Adipositas. Sowohl eine Grundveranlagung zu Übergewicht, z. B. durch einen genetisch bedingten niedrigen Grundumsatz, der zu einer schnelleren Gewichtszunahme führt, als auch die Veranlagung für einen stärkeren Appetit können vorhanden sein.

Von einer sekundären Adipositas spricht man, wenn Erkrankungen wie z. B. eine Schilddrüsenunterfunktion, Testosteronmangel bei Männern oder Stoffwechselerkrankungen für Adipositas verantwortlich sind. Auch Medikamente wie Antihistaminika, Psychopharmaka, Blutdruckmedikamente, Kortison oder Medikamente gegen Epilepsie oder Migräne können eine sekundäre Adipositas begünstigen.

Miriam Schaum

 16. Februar 2017
Wenn mithilfe konservativer Therapieoptionen keine Gewichtsabnahme erreicht wird, kann unter Umständen die metabolische Chirurgie infrage kommen.
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Bei Adipositas werden vermehrt sog. Zytokine, Signalstoffe des Immunsystems ins Blut abgegeben. Dadurch kann es schneller zu entzündlichen Erkrankungen kommen. Auch auf die Psyche hat die gesteigerte Zytokinproduktion Einfluss.